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WordPress 4.8 – Neue Version „Evans“ verfügbar

Bill Evans

© Brianmcmillen (CC BY-SA 3.0)

Die neue Version WordPress 4.8 ist heute erschienen. In Erinnerung an den Komponisten und Jazz-Pianisten William John „Bill“ Evans wurde das Release WordPress 4.8 „Evans“ genannt. Ab sofort auch in deutscher Sprache verfügbar, gibt es wie immer hilfreiche Neuerungen in der Bedienung, zahlreiche neue Features und Verbesserungen „unter der Haube“.

Neue Widgets

Besonders hervorheben möchte ich die neuen Widgets. Hier gibt es – wahrscheinlich von vielen sehnlichst erwartete – neue Funktionen und eine Reihe ganz neuer Widgets:

 

Rich-Text Widget

Endlich kannst du in WordPress 4.8 deine Widget-Texte nativ im Text-Widget auszeichnen. Das war vorher nur mit einem zusätzlichen Plugin oder mit HTML-Code direkt im Text möglich. Neben Listen, Links einfügen sind auch Textauszeichnungen wie bold und italic direkt möglich.

Image Widget

Du kannst nun ein Widget mit Bild ganz einfach anlegen. Image Widget einfügen, Bild in der Mediathek auswählen und ohne weiteren Code direkt anzeigen lassen.

Video Widget

Gleich verhält sich auch das Video Widget. In WordPress 4.8 kannst du nun ein Video aus deiner Mediathek oder aber auch aus einer externen Quelle einbinden.

Audio Widget

und zu guter Letzt ermöglicht dir das Audio Widget, ein Audio-File einzubinden und in der Widget-Leiste darzustellen. Auch hier sind externe Quellen möglich.

Verlinkungen im Text

Das bearbeiten vorhandener Links im Fließtext wird nun WordPress 4.8 einfacher. Gehst du mit dem Cursor auf einen Link, so wird durch eine Hintergrundmarkierung die Bearbeitung des Links visuell unterstützt.

So kannst du einfach Text vor, nach oder im Linktext einfacher einfügen.

Neue Dashboard-Anzeige für WordPress Events

Die WordPress Community ist inzwischen weltweit vertreten. In regelmäßigen Abständen finden in über 400 Städten Treffen und Meetups statt. Nun kannst du dir direkt im Dashboard deines WordPress Backends alle Event, wie die WordCamps oder WordPress Meetups in der Nähe anzeigen lassen.

WordPress 4.8 Event-Dashboard

WordPress 4.8 Event-Dashboard

Weitere Neuerungen

Für WordPress Entwickler gibt es neben den vorgestellten Features auch ein paar Neuerungen „unter der Haube“. Details dazu gibt es wie immer direkt auf der englischsprachigen WordPress Seite.

(Abbildungen © WordPress.org)

 

Was dich deine WordPress Website wirklich kostet – Einmalige WordPress Kosten

Du kannst WordPress umsonst herunterladen. Alle Updates sind kostenfrei, Plugins zur Funktionserweiterung und Themes für das Design Deiner Website gibt es an jeder Ecke. Also kann doch jeder innerhalb kürzester Zeit mit WordPress eine Website erstellen und betreiben. Komplett kostenlos dazu, oder etwa nicht? Hier findest Du einen Überblick über die WordPress Kosten und was sonst noch an einmaligen Kosten für die Erstellung deiner WordPress Website anfallen.

WordPress für Deine Business Website

Wer WordPress für mehr als nur ein privates Blog nutzt, wird nicht ganz kostenlos wegkommen. Im Business-Einsatz ist WordPress als Plattform eine hervorragende Möglichkeit, um kostengünstig und effizient einen geschäftliche Website zu kommen. Bei allem darf man aber auch nicht die laufenden Kosten ausser Acht lassen.

Um Dir einen besseren Überblick zu geben, habe ich hier alle einmaligen und laufenden Kosten zusammengestellt. Bitte beachte, dass die Angaben zwar auf der Umsetzung zahlreicher WordPress basierter Projekte beruhen, trotzdem aber nur exemplarisch für Dich dienen können.

WordPress kostet keine Lizenzgebühren

Ist es nicht eine fantastische Sache? Du kannst ein hochentwickeltes Stück Software herunterladen, es auf deinem Server oder deiner Webspace installieren und sofort loslegen. WordPress bietet dir riesige Möglichkeiten, ist einfach in der Bedienung und basiert auf der Erfahrung von hunderten Entwicklern weltweit. Und das kostet dich keinerlei Lizenzgebühren. Natürlich kannst du auch aktiv an der WordPress Community teilhaben und dich einbringen. Schau hier nach, welche Möglichkeiten es gibt.

WordPress: Initiale Kosten

Wenn du planst, deine neue Business-Website mit WordPress zu realisieren, gibt es – wie in jedem anderen IT-Projekt auch – einige Projektschritte zu beachten. Eventuell kannst du Teile davon selbst oder inhouse abdecken, oder du holst dir professionelle Unterstützung. Schliesslich reparierst du bei deinem Auto auch nicht die Bremsen selbst oder machst die elektrische Installation in deinem Haus.

Konzeption

Bevor du dich an die Umsetzung machst, solltest du dir Gedanken machen, was du mit deiner Website erreichen willst. Nur eine belanglose „Visitenkarte“ im Netz zu haben, reicht heute nicht mehr aus. Auch wenn du „nur“ ein kleines Geschäft oder einen kleinen Laden hast. Mach dir zumindest klar, was deine Kunden wollen, wenn sie nach dir suchen oder deine Website-Adresse eingeben. Definiere, was es für unterschiedliche Nutzer geben kann (Personas).

WordPress Website Kosten: Beispiel Personas - generiert mit dem Random User Generator

Beispiel Personas – generiert mit dem Random User Generator

Was gibt es für Anwendungsfälle, warum möchten Nutzer mit deiner Website interagieren. Im wesentlichen sollte deine Konzeption folgende Fragestellungen behandeln:

  • Ziele der Website?
  • Wer ist meine Zielgruppe, wie spreche ich welche Zielgruppe an?
  • Was erwartet der Besucher meiner Website?
  • Wie ist die Struktur und der Aufbau meiner Website (Inhaltliche Struktur und Navigationsstruktur, Informationsarchitektur)?
  • Wie sind meine Interaktionselemente, Call-to-Action-Elemente und Formulare aufgebaut?
  • Was machen meine Wettbewerber?
  • Wie wird meine Website gefunden?

Du siehst, es gibt einige Fragen, die du dir vor der Erstellung deiner Website stellen solltest. Die Konzeption muss zwar keine hundert Seiten haben, aber es ist dennoch wichtig, dass du dir diese Fragen beantwortest. Wenn du dir nicht sicher dabei bist, dann hole dir am besten professionelle Hilfe – schliesslich ist die Konzeption das solide Fundament, auf das du deine neue Website aufbaust.

Design & Themes

Bei großen Websites von großen Unternehmen startet man nach der Konzeption mit der Umsetzung von sogenannten Wireframes. Diese werden anschließend in einem Prototypen (Mock-Up) umgesetzt und verfeinert. Darauf basierend wird nun das Design der Website erstellt und anschließend im Content Management System (CMS) implementiert. Dieser aufwändige und kostenintensive Prozess ist für eine „kleinere“ Website nicht umbedingt in der Form notwendig und lässt sich abkürzen.

WordPress Website Kosten: Beispiel für ein Wireframe

Beispiel für ein Wireframe

WordPress nutzt für die Darstellung sogenannte Themes. Diese Themes sind Sammlungen von Templates (Vorlagen) und Funktionen. Für WordPress gibt es neben tausenden von kostenlosen Themes auch sehr viele sogenannte Premium Themes von kommerziellen Anbietern. Diese Premium Themes haben den Vorteil, dass bereits sehr viele Aspekte einer typischen Business Website abgedeckt sind und eine Vielzahl an Funktionen und Design-Elementen quasi „out-of-the-box“ sofort einsatzfähig sind. Für wenig Geld – Premium Themes kosten in der Regel zwischen 30-200 Euro – gibt es sehr viel Gegenwert. Auch bekommst du Support bei Fragen oder Problemen, die bei der Umsetzung deiner Website immer wieder auftauchen können.

Im Unterschied zu einem eigenentwickelten Theme ist das eine echte Ersparnis, eine Individualentwicklung kostet gerne zwischen 15.000 und 25.000 Euro.

WordPress Website Kosten: Verzeichnis mit kostenlosen WordPress Themes bei WordPress.org

Verzeichnis mit kostenlosen WordPress Themes bei WordPress.org

Wenn du ein Premium Theme einsetzt, dann gibt es auch oft Demoinhalte und nach Themen geordnete Layout-Vorlagen (z. B. Portfolio, About, Contact) für deine Seiten, so dass du diese nur für deine Bedürfnisse und Anforderungen anpassen und deine Inhalte einfügen musst. Auch werden viele Funktionalitäten zur Verfügung gestellt, so dass du wie in einem Baukasten die einzelnen Seitenbestandteile deiner Website zusammenstellen kannst. Unterm Strich bedeutet das für dich, dass du mit einem Premium-Theme nicht bei 0 % sondern vielleicht bei 50-60 % startest. Anpassungen im Design, Layout und in den Styles (Schriften, Farben, Darstellungen, etc.) sind verhältnismäßig schnell erledigt und du kommst mit recht wenig Aufwand und ohne ausgeprägte Programmierkenntnisse zum Ziel.

WordPress Website Kosten: Kommerzielle Premium Themes bei ThemeForest

Kommerzielle Premium Themes bei ThemeForest

Es gibt aber auch Nachteile beim Einsatz eines Premium-Themes: Der Thema-Entwickler verkauft dir nur eine Nutzungslizenz, populäre Themes sind häufig 40-50.000 mal im Einsatz weltweit. Damit kann man aber aus meiner Sicht leben, durch Anpassungen hast du trotzdem noch genügend Möglichkeiten, deine Website auch bei einem Einsatz eines Premium-Themes individuell zu gestalten. Es kann aber natürlich passieren, dass du auf eine Website stösst, die deiner recht ähnlich sieht. Die Gefahr besteht auch (vor allem bei nicht so weit verbreiteten Premiumthemes) dass der Themenentwickler von der Bildfläche verschwindet und das Theme nicht mehr weiterentwickelt wird. Im schlimmsten Fall ist dann ein kompletter Wechsel des Themes mit entsprechenden Aufwand notwendig.

Generell ist es bei den Themes so wie auch bei den WordPress-Plugins: Ein gutes Theme zu finden und die Spreu vom Weizen zu trennen ist zeitaufwändig und bedarf viel Erfahrung. Nicht wenige Themes sind einfach nur schlecht programmiert, damit schwerfällig, überladen und langsam. Wende Dich am besten an einen WordPress Spezialisten deines Vertrauens, er kann dir bei der Auswahl des passenden Themes weiterhelfen.

Implementierung und Umsetzung

Wie bereits erwähnt, ist der Vorteil beim Einsatz eines Premium-Themes, dass du nicht bei null anfängst. Es dauert aber trotzdem seine Zeit, die Website einzurichten. Dazu gehört die WordPress Installation, die Installation und Einrichtung aller notwendigen Plugins, die Einrichtung des Themes und die Aufbereitung und Einspielung der Inhalte.

Erstellung der Inhalte

Nachdem du dein Konzept erstellt hast, geht es darum, die notwendigen Inhalte zu erstellen. Der sogenannte Copytext wird für jede Seite, für jeden Abschnitt und Menüpunkt erstellt. Du lässt dir passende Headlines einfallen und schreibst Texte für deine Leistungsübersicht, für die Portfolio-Einträge, Referenzen oder Case Studies. Dann gibt es noch ein generische Seiten, wie dein Impressum, die Datenschutzerklärung und eventuell noch deine AGB. Hier kannst du auch auf Generatoren im Netz zurückgreifen, die dir Standardtexte gegen die Nennung der Quelle liefern. Eine Rechtsverbindlichkeit hast du aber nur, wenn du dir diese rechtlich relevanten Texte von deinem Rechtsanwalt erstellen lässt.

Neben den Texten sind es vor allem die Bilder, die sehr viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen. Jedes Bild, jedes Icon und jede Grafik auf deiner Website sollte für die Verwendung im Web aufbereitet und komprimiert werden. Du musst zunächst auch Bilder deiner Referenzen erstellen oder dir besorgen. Hier gilt es auf jeden Fall zu berücksichtigen, dass du keine Bilder verwendest, ohne die Rechte zu haben oder diese entsprechend zu lizensieren. Machst du das nicht, kann es sehr schnell sehr teuer werden, es gibt genügend Leute da draussen, die sich darauf spezialisiert haben, Bilder von Rechteinhaber im Netz ausfindig zu machen und auf unlizensierte Verwendung zu prüfen. Kosten für eine Abmahnung von mehreren tausend Euro sind da keine Seltenheit.

Du willst auf deiner neuen Website einen Blog schreiben? Auch dafür musst du die Aufwände einplanen. Schliesslich willst du zum Start deiner Website nicht mit einem leeren Blog da stehen sondern bereits eine Reihe von Blogeinträgen vorweisen können.

WordPress Website Kosten – einmalige Kosten

Zusammengefasst kommen auf dich folgende Kosten zu, wenn du deine Business Website mit WordPress betreiben und ein gekauftes Premium-Theme nutzen willst. In meinem Rechenbeispiel gehe ich von 80 € Stundensatz aus. Weiterhin gehe ich von einer typischen Website eines KMU Unternehmens aus, die Aufwandsschätzungen basieren auf gemittelten Werten und Erfahrungswerten aus realisierten Projekten. Deine individuelle Rechnung kann natürlich ganz anders aussehen, je nachdem welche Leistungen du intern erbringst und wofür du externe Dienstleister beauftragst:

  • Konzeption und Planung ca. 1-4 PT (Personentage)
  • Copytext ca. 2-6 PT
  • Bildinhalte ca. 2-4 PT
  • Implementierung ca. 1-3 PT
  • Anpassungen, Customizing ca. 2 PT
  • Qualitätssicherung, Testing ca. 1-2 PT

Du siehst, so ganz schnell und nebenher geht das ganze nicht. Zwischen 9 und 21 PT sind schnell beisammen, mit dem Stundensatz gerechnet sind das dann zwischen 5.700 und über 13.500 Euro.

Nicht enthalten sind hier übrigens noch externe Kosten, die sich beispielsweise wie folgt zusammensetzen:

  • Premium Theme ca. 70 € einmalig plus jährliche Kosten für Wartung und Support
  • Eingesetzte Premium Plugins ca. 100-200 € einmalig plus jährliche Kosten für Wartung und Support
  • Einrichtung & Setup Server ca. 100 €
  • Bildlizenz-Gebühren für 10 Bildmotive ca. 400 €

Auch da kommt noch etwas zusammen, in unserer Beispielrechnung sind wir dann noch zusätzlich bei 670 bis 770 €.

Fazit

Eine geschäftliche Website mit WordPress zu betreiben ist sicher eine preisgünstige Methode. Gratis bekommt man das allerdings auch nicht. Im Vergleich zu komplexeren CMS wie zum Beispiel Typo3, Drupal oder Yoomla ist WordPress aber eine effiziente Möglichkeit, eine Website zu betreiben. Wie immer gilt auch hier, die Verwendung im Einzelfall zu prüfen und auf Basis der Projektanforderungen genau abzuwägen. Die Zusammenarbeit mit einem professioneller Dienstleister kann dir hier wertvolle Unterstützung bieten. Du möchtest deine Website relaunchen oder neu erstellen? Dann sprich mich an, ich helfe dir gerne weiter!